Unternehmensspezifische Chancen und Risiken

Forschung und Entwicklung

Wilo richtet sich konsequent am technologischen Fortschritt aus. Zur Stärkung der eigenen Marktposition investiert das Unternehmen kontinuierlich in die Entwicklung neuer Technologien und Produkte. 2016 betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung einschließlich der aktivierten Entwicklungskosten 4,9 % des Konzernumsatzes. Wilo betreibt regelmäßiges Technologie-Screening und pflegt einen kontinuierlichen Austausch mit Hochschulen und Forschungsinstituten, um frühzeitig die Chancen neuer Technologien zu erkennen. Das Risiko, Kundenbedürfnisse im Entwicklungsprozess nicht angemessen zu berücksichtigen, wird durch Kundenbefragungen, Trendanalysen und gezielte Markttests begrenzt.

Wirksamkeit und Zielkonformität sämtlicher Entwicklungsaktivitäten werden kontinuierlich überprüft. Dadurch sollen qualitative, zeitliche und finanzielle Risiken in den Entwicklungsprojekten minimiert werden. Kundenanforderungen werden durch professionelles Projektmanagement und regelmäßige Abweichungsanalysen stets im Blick behalten. Dazu gelten konzernweite verbindliche Standards und Richtlinien. Das Auftreten von Risiken aus der Forschung und Entwicklung ist zwar möglich, die Auswirkungen auf die Ertragslage der Wilo Gruppe werden jedoch als niedrig eingeschätzt.

Produktion

Das Risiko von Qualitätseinbußen wird durch gruppenweite einheitliche Standards in der Produktion (Wilo-Produktionssystem) und durch ein umfassendes Qualitätsmanagement vermindert. Es wird insgesamt als unwahrscheinlich eingeschätzt. Produktionsausfallrisiken werden durch den Einsatz moderner Fertigungsanlagen und professioneller Steuerungssysteme eng begrenzt. Beschaffungsrisiken begegnet die Wilo Gruppe durch ein integriertes Beschaffungs- und Lieferantenmanagement. Der Gefahr von Lieferengpässen wird vorrangig durch die Verfügbarkeit von Second-Source-Lieferanten vorgebeugt. Darüber hinaus trägt der Abschluss geeigneter Versicherungen zur Reduzierung der wirtschaftlichen Folgen derartiger Geschäftsrisiken bei. Sollten dennoch entsprechende Risiken eintreten, könnte damit für die Wilo Gruppe nach Einschätzung des Unternehmens ein mittlerer Ergebniseffekt verbunden sein.

Personal

Das Fundament für den Erfolg der Wilo Gruppe sind die qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit deren Kompetenz, Engagement und Motivation. Der Verlust von qualifiziertem Personal in strategischen Positionen stellt ein Risiko dar, das zum Verlust von unternehmensspezifischem Wissen, zu Kapazitätsengpässen oder Produktivitätseinbußen führen kann. Diesem Risiko begegnet die Wilo Gruppe unter anderem mit einem abgestimmten Demographie-Management. Es beinhaltet eine aktive Nachfolgeplanung und die Entwicklung von Nachwuchskräften im Rahmen eines gruppenweiten Talent Managements. Der Eintritt von Personalrisiken ist generell möglich. Die Auswirkungen auf das EBIT werden jedoch als niedrig eingeschätzt.

Informationstechnologie

Alle wichtigen Geschäftsabläufe für die Wilo Gruppe sind in IT-Systeme integriert. Der Ausfall von bedeutenden Systemen oder größere Datenverluste könnten im Extremfall Geschäftsunterbrechungen zur Folge haben. Diesen IT-Risiken beugt die WILO SE durch die tägliche Sicherung der kompletten kritischen Unternehmensdaten vor. Dazu erfüllt insbesondere die Unternehmensdatenbank zur Unterstützung der Produktion, Materialwirtschaft, Auftragsabwicklung, Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung höchste Sicherheitsstandards. Die WILO SE betreibt die kritischen Unternehmensapplikationen in zwei räumlich getrennten, zertifizierten und sehr leistungsstarken Rechenzentren. Für Katastrophenfälle existieren zertifizierte Prozesse und Wiederanlaufpläne. Zur Aufrechterhaltung des Zertifikats wird ein jährliches Überwachungsaudit durchgeführt. Systemausfallzeiten werden zusätzlich durch den gezielten Einsatz eines eigenen Supportteams und externer Dienstleister minimiert. Angesichts dieser Maßnahmen ist der Eintritt von IT-Risiken unwahrscheinlich und die Ergebniseffekte sind auf ein mittleres Maß begrenzt.

Akquisitionen und strategische Partnerschaften

Im Rahmen der Unternehmensstrategie setzt die Wilo Gruppe zur Erweiterung des technologischen Spektrums und der geographischen Präsenz auch auf die Realisierung externer Wachstumsopportunitäten. Ein Unternehmenserwerb kommt nur dann in Betracht, wenn dieser sowohl unter strategischen als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorteilhaft erscheint. Die Chancen, die sich aus Akquisitionen und strategischen Partnerschaften ergeben, sind vielfältig. Akquisitionen und strategische Partnerschaften bieten zusätzliche Potenziale für Wachstum und Effizienz. Zudem können sie Zugang zu neuen Vertriebskanälen und Märkten eröffnen. Insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung geht die Wilo Gruppe strategische Partnerschaften ein, um gemeinsame Technologieprojekte voranzutreiben, und arbeitet hier mit namhaften Universitäten und Forschungsinstituten zusammen.

Neben den Chancen, die sich unter anderem aus den zu erwartenden Synergien ergeben, bergen Unternehmensakquisitionen auch Risiken. Vor jeder Investitionsentscheidung wird daher eine sorgfältige Unternehmensbewertung und Analyse der kommerziellen, technischen, rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Rahmenbedingungen durchgeführt (Due Diligence). Ziel ist es, die mit der Akquisition verbundenen Risiken aufzudecken, zu quantifizieren und entsprechend zu begrenzen. Zudem werden für jede Akquisition eine individuelle Strategie zur Integration in die Wilo Gruppe entwickelt und entsprechende Maßnahmen geplant und umgesetzt.

Trotz sorgfältiger Prüfung können nach erfolgter Akquisition dennoch Risiken auftreten, die im Rahmen der Due Diligence nicht erkannt, als nicht wesentlich erachtet oder nicht zutreffend quantifiziert wurden. Darüber hinaus können die identifizierten Vorteile und Synergien nicht oder nicht im erwarteten Maße bzw. Zeitrahmen eintreten. Ebenso könnte der Integrationsprozess schwieriger und kostenintensiver als erwartet sein und damit die Realisierung der geplanten Ziele und Synergien gefährden. Entwickelt sich das Geschäft nicht wie erwartet, könnten dann erforderliche Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte zu Ergebnisbelastungen führen.

Das Auftreten von Risiken aus Akquisitionen und strategischen Partnerschaften ist generell möglich. Die damit verbundenen Ergebniswirkungen werden von der Wilo Gruppe als moderat (mittlere Ergebnisauswirkung gemäß Risikoklassifizierung) eingeschätzt.

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