Nichtfinanzielle Erfolgsfaktoren

Neben den finanziellen Steuerungsgrößen (nähere Erläuterungen dazu finden sich im Abschnitt „Geschäftsgrundlagen der Wilo Gruppe – Leitung, Steuerung und Kontrolle“) sind für die strategische und operative Steuerung der Wilo Gruppe weitere nichtfinanzielle Erfolgsfaktoren von Bedeutung. Dazu gehören Mitarbeiter, effiziente Produktionsprozesse, ein integriertes Beschaffungsmanagement, Qualität und Ressourceneffizienz sowie Corporate Compliance.

Mitarbeiter

Die Wilo Gruppe steht für technologisch anspruchsvolle Produkte und Systemlösungen zum effizienten Umgang mit der Ressource Wasser. Basis und treibende Kraft für den nachhaltigen und wirtschaftlichen Unternehmenserfolg sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit. Ihre Innovationsbereitschaft sowie ihr hohes Engagement und technologisches Know-how sichern die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Die Ingenieure, Techniker und Kaufleute der Wilo Gruppe bringen dazu täglich ihre unterschiedlichen Stärken und Kompetenzen mit Leidenschaft und Pioniergeist ein.

Die Auswahl von Schwerpunkten der Personalarbeit und deren Umsetzung leiten sich aus der gruppenweiten Unternehmensstrategie ab. Die Personalstrategie wird sowohl durch gesellschaftliche und personalwirtschaftliche Entwicklungen als auch durch langfristige Trends beeinflusst, die entsprechend in der Personalarbeit berücksichtigt werden. Damit die Wilo Gruppe auch langfristig als attraktiver Arbeitgeber am Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig bleibt, wird den nachfolgend dargestellten Aufgaben im Personalwesen besondere Bedeutung beigemessen.

FÜHRUNG IM DIGITALEN ZEITALTER Die Digitalisierung und der damit einhergehende technologische Fortschritt erfordern zunehmend ein breiteres Führungsspektrum. Um die Führungskräfte der Wilo Gruppe bei den Führungsaufgaben im digitalen Zeitalter zu unterstützen, wurden in länderübergreifender Zusammenarbeit von mehr als 50 internationalen Managern und den globalen Management Development Pools gruppenweite Führungsleitlinien definiert. Diese sogenannten Leadership Principles leiten sich aus der weiterentwickelten Unternehmensstrategie Ambition 2020+ mit der darin verankerten Digitalisierungsstrategie sowie den Unternehmenswerten der Wilo Gruppe ab.

Die Leadership Principles dienen im Rahmen der digitalen Transformation als Wegweiser der Mitarbeiterführung. Die Förderung von Innovation und Spitzenleistungen in Zeiten zunehmender Digitalisierung erfolgt unter Beachtung der Prämisse, dass der Mensch dabei stets im Mittelpunkt bleibt. Neben der Einbindung der Leadership Principles in bestehende globale Prozesse und Abläufe wurde ein verpflichtendes globales Führungskräftetraining, das sogenannte Leadership Lab 4.0, zur Vermittlung der Führungsleitlinien an das internationale Top-Management der Wilo Gruppe entwickelt und als bedeutende Managementausbildung in der Wilo Gruppe etabliert.

DIVERSITY MANAGEMENT Die Globalisierung und wachsende Vielfalt der Belegschaft eröffnen der Wilo Gruppe zugleich auch vielfältige Möglichkeiten in der Zusammenarbeit und Nutzung von Ressourcen. Diversität bringt Chancen und neue Aufgaben mit sich, die im Rahmen des Personalmanagements aufgegriffen werden. Dazu wird der interkulturelle Austausch gezielt gefördert und neue Arbeitsbedingungen geschaffen.

Leitgedanke des Diversity Managements bei der Wilo Gruppe ist es, individuelle Unterschiede der Beschäftigten für den Unternehmenserfolg nutzbar zu machen. Personalpolitik und Personalprozesse werden so ausgerichtet, dass die Beschäftigten motiviert sind, ihr Potenzial zum Nutzen der Organisation einzubringen.

Neben der Etablierung heterogener Teams und der Durchsetzung und Förderung von Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion, ethnischem Ursprung, sexueller Orientierung, Behinderung oder Nationalität finden bei Wilo in regelmäßigen Abständen globale Weiterbildungsmaßnahmen statt. Auf diese Weise wird der Leitgedanke des Diversity Managements in der Belegschaft gefestigt. Mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“, einer Unternehmensinitiative zur globalen Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen, hat der Wilo Vorstand 2016 das Bekenntnis zur Anerkennung, Wertschätzung und Förderung der Vielfalt in der Wilo Gruppe unterstrichen.

TALENT MANAGEMENT Der optimale Einsatz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die Nutzung und Weiterentwicklung von Wissen und Fähigkeiten sind Schlüsselaufgaben des Personalmanagements. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der Wilo Gruppe geleistet.

Mit den etablierten internationalen Management Development Pools baut die Wilo Gruppe auf Führungsnachwuchs aus den eigenen Reihen. Eine große Teilnehmerzahl konnte auch im Berichtsjahr intern weiterentwickelt werden. Darüber hinaus zeigte sich, dass diese Programme die Bindung des Führungskräftenachwuchses an das Unternehmen maßgeblich fördern. Ergänzend zu den erfolgreich und nachhaltig durchgeführten internationalen Management Development Pools setzt die Wilo Gruppe seit diesem Berichtsjahr verstärkt auf regionale Entwicklungsprogramme.

NACHFOLGEPLANUNG Damit wichtige Schlüsselfunktionen rechtzeitig und anforderungsgerecht besetzt werden können, sobald die bisherigen Funktionsinhaber das Unternehmen ganz oder durch interne Veränderungen den Unternehmensbereich verlassen, wird bei der Wilo Gruppe eine strukturierte Nachfolgeplanung betrieben. So ist jederzeit ein stabiler und stetiger Geschäftsablauf gewährleistet. Zur zielgerichteten Personalplanung und -entwicklung auf Team- bzw. Abteilungsebene werden die Leistungs- und Entwicklungspotenziale der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermittelt und entsprechende mögliche Nachfolgeregelungen getroffen. Durch individuelle Personalentwicklungsmaßnahmen und Karrierepfade wird so stets ein anforderungsgerechter Personaleinsatz sichergestellt.

VERGÜTUNG Ein wichtiger Bestandteil der Personalpolitik der Wilo Gruppe ist die leistungsgerechte Vergütung der Beschäftigten. Die Vergütung der tariflich angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland richtet sich dabei nach regional gültigen tariflichen Regelungen. Außertariflich angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten zusätzlich zu ihrem Grundgehalt einen Bonus, der sowohl an Unternehmensziele als auch an die Erreichung persönlicher Ziele geknüpft ist. Grundlage der Vergütung sind klar dokumentierte, gruppenweit einheitlich formulierte Funktionsbeschreibungen. Die Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Tochtergesellschaften orientiert sich ebenfalls an diesen Funktionsbeschreibungen unter Berücksichtigung von örtlichen Gepflogenheiten sowie landesspezifischen Regelungen und Richtlinien. Die Wilo Gruppe unterstützt ihr Personal bei der Altersvorsorge und bietet unter Berücksichtigung der Besonderheiten und Regeln einzelner Länder Vorsorgeleistungen an.

Im Geschäftsjahr 2016 waren weltweit durchschnittlich 7.548 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Wilo Gruppe beschäftigt. Zum 31. Dezember 2016 betrug die Mitarbeiterzahl 7.615.

In den Regionen entwickelte sich die Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt wie folgt:


Mitarbeiterzahl nach Regionen

  2016 2015 Veränderung %
Europe 4.778 4.686 2,0
Asia Pacific 2.133 2.104 1,4
EMEA 517 477 8,3
Others 120 116 3,2
Gesamt 7.548 7.383 2,2

 

Produktion

Die globale Produktionsstrategie (GPS) der Wilo Gruppe enthält Gestaltungsleitsätze, nach denen alle Produktionsstandorte und Tochtergesellschaften ausgerichtet werden. Ziel ist es, weltweit eine schnelle und effiziente Kundenbelieferung mit dem richtigen Produkt und Service sicherzustellen. Eine tiefe Marktkenntnis und ein transparentes Produktionsnetzwerk bilden dafür die Basis. Strategische Entscheidungen wie Volumenallokationen oder Investitionen werden systematisch aufeinander abgestimmt. Die Wilo Gruppe harmonisiert so weltweit ihre Produktionsprozesse. Im Berichtsjahr wurden 13 Hauptproduktionsstandorte auf Basis von bestimmten Kriterien wie Standortgröße oder Wertschöpfungstiefe definiert. Die Produktionsstätten an diesen Standorten bilden das Produktionsnetzwerk im engeren Sinne und werden entsprechend eng koordiniert und gesteuert.

Wilo ist bestrebt, die operative Effizienz ihrer weltweiten Produktionsstandorte stets auf höchstem Niveau zu halten und fertigungstechnologisch eine Vorreiterrolle einzunehmen. Zur Erreichung dieser Ziele wurde ein globales Produktionstechnologiemanagement eingerichtet. Es entwickelt die fertigungstechnologische Ausrichtung auf der Basis von Unternehmensstrategie, Wettbewerbssituation und technologischer Kernkompetenz. Für jeden produzierenden Standort werden die optimalen fertigungstechnologischen Lösungen identifiziert und deren planmäßiger Einsatz gewährleistet. Darüber hinaus werden aktuelle Trends und Entwicklungen wie Industrie 4.0 und additive Fertigungsverfahren intensiv untersucht. Auf diese Weise können mögliche Potenziale frühzeitig erkannt und für die Wilo Gruppe nutzbar gemacht werden.

Die Prinzipien und Methoden schlanker Produktionssysteme sind mit dem Wilo-Produktionssystem (WPS) fest in der Wilo Gruppe verankert. Das WPS legt für alle Produktionsstätten verbindliche Vorgaben zur Gestaltung, Implementierung, Kontrolle und Verbesserung der Fertigungsprozesse fest. Je nach Standort und Region werden sie an die unternehmensspezifischen und lokalen Gegebenheiten angepasst.

Entsprechend der Unternehmensphilosophie und -strategie der Wilo Gruppe hat das WPS das Ziel, durch Einbindung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Kultur der kontinuierlichen Verbesserung zu sichern und zu fördern. Die Wertschöpfung aus Kundensicht steht dabei im Fokus. Alle Wertströme im Wilo-Produktionsnetzwerk richten sich daher an den Kundenbedürfnissen aus. Die einzelnen Wertschöpfungsprozesse sind effizient und flexibel gestaltet. Klar definierte Methoden und Standards ermöglichen es den einzelnen operativen Geschäftsbereichen und Produktionsstandorten, ihre hohen Ansprüche in Bezug auf Qualität, Kosten und Lieferzeiten zu erreichen. Wesentliche Elemente des WPS sind unter anderem die Standardisierung von Prozessen, die Vermeidung von Verschwendung, das Wertstromdesign und die Integration weiterer relevanter Lean-Prinzipien in die Produkt- und Prozessentwicklung.

Die Unternehmensstrategie und die daraus abgeleiteten jährlichen Geschäftsbereichs- und Werkziele geben den Rahmen und die Richtung für die kontinuierlichen Verbesserungsaktivitäten und den zielgerichteten Einsatz der WPS-Methoden vor. Dazu definiert jede operative Organisationseinheit mit Unterstützung der Gruppenfunktion Production Systems einen jährlichen Zielplanungs- und Zielumsetzungsprozess (Policy Deployment), der stufenweise bis auf die einzelnen Abteilungen heruntergebrochen wird.

Steuerungsrunden stellen abteilungsübergreifend und im Abgleich mit den übergeordneten Zielen die kontinuierliche Überwachung, Abstimmung und Kommunikation aller WPS-Aktivitäten sicher. Der Umsetzungsgrad sowie der zielgerichtete Einsatz der WPS-Methoden werden gemäß Zielplanung in jährlichen Audits überprüft. Um verschwendungsfreie Prozesse zu gestalten, sind bereits bei der Konzepterstellung und Planung von neuen Standorten die WPS-Philosophien richtungsgebend und fest etabliert.

In Dortmund, dem Hauptsitz der Wilo Gruppe, investiert das Unternehmen auf Basis der Anforderungen hinsichtlich Wachstum, Infrastruktur und Modernisierungsbedarf unter anderem in einen neuen Produktionskomplex (Smart Factory). Die Fertigung wird vollständig neu konzipiert, um einen Meilenstein in Richtung digitaler Transformation und Industrie 4.0 zu setzen sowie die Bedeutung Dortmunds als High-Tech-Standort zu unterstreichen.

Dazu wurde im Rahmen dieses strategischen Standortentwicklungsprojekts das zukunftsfähige Produktions- und Logistikkonzept für eine wandlungsfähige und verschwendungsarme Produktion erarbeitet. Es beinhaltet einen optimal ausgerichteten Materialfluss, ein entsprechendes Gebäudelayout und weitere Umsetzungsschritte für den zukünftigen Produktionsstandort. Der erfolgreiche Transformationsprozess hin zur Fabrik der Zukunft erfolgt auf Basis von fünf übergeordneten Projekten entlang der gesamten Lieferkette. Ziel ist es, effiziente und stabile Prozesse zu etablieren. Dabei geht es in erster Linie um die durchgängige Planung und Steuerung der Kundenaufträge, die sinnvolle Verkettung der Produktionsprozesse, die Verbesserung der Logistikprozesse, die systemische Integration der Lieferanten und um ein umfassendes Veränderungsmanagement, das die Einbindung aller Mitarbeiter in den Transformationsprozess sicherstellt.

Die Organisationsstruktur wurde im Berichtsjahr um zwei weitere Teilprojekte erweitert. Im Fokus stehen hierbei die Absicherung stabiler Produktionsprozesse und der Qualität der Zulieferungen sowie die Erarbeitung von Konzepten hinsichtlich der zukünftigen Anforderungen der Smart Factory an Arbeitszeit und Entlohnungssysteme. Alle Teilprojekte werden durch ein dediziertes Projektmanagement begleitet, das speziell die digitale Transformation aller Produktions- und Logistikprozesse steuert. Ein umfangreiches Programm-Management stellt darüber hinaus sicher, dass sämtliche Maßnahmen und Ziele des zukünftigen Produktions- und Logistikkonzepts der Smart Factory zielgerichtet und plangemäß umgesetzt werden.

Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie wurden 2016 die Bedeutung und Ausrichtung neuer IT-Tools für die Fertigung am Standort Dortmund konkretisiert. Neue Technologien wie Smart Robotics und Augmented Reality versprechen zukünftig erleichterte Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter. Vernetzte Maschinen und Produkte ermöglichen eine Echtzeitprüfung von Prozessdaten in der gesamten Produktion. Die Einbindung dieser Technologien sowie die Nutzung ihrer Potenziale erfordern neben der leistungsfähigen IT-Infrastruktur vor allem stabile Prozesse, die mit der Umsetzung des zukünftigen Produktions- und Logistikkonzepts sichergestellt sind.

Beschaffung

Wilo ist als ein produzierendes Technologieunternehmen in erheblichem Maße von der Entwicklung der Materialkosten abhängig. Zudem können bereits die Leistungen der Partner entlang der gesamten Lieferkette den Erfolg und die Qualität der Wilo-Produkte nachhaltig beeinflussen.

Vor diesem Hintergrund ist das effiziente, integrierte Beschaffungs- und Lieferantenmanagement der Wilo Gruppe ein wesentlicher Erfolgsfaktor zur Erreichung der gesteckten Unternehmensziele, vor allem zur Beschleunigung des profitablen Wachstums. Sämtliche Beschaffungsaktivitäten sind dabei auf ein stets ausbalanciertes Verhältnis aus Qualität, Innovationen, flexiblen und sicheren Versorgungsstrukturen sowie wettbewerbsfähigen Kosten und Preisen ausgerichtet.

Der Bereich Group Purchasing & Supply Chain Management hat für dieses Ziel ein klar strukturiertes Warengruppen-Managementsystem mit entsprechenden warengruppenspezifischen Strategien sowie ein internationales Partner- und Lieferantennetzwerk etabliert. Das gruppenweite Rohstoff- und Materialmanagement wird fortlaufend ausgebaut und optimiert, um weitere Synergien zu heben. Effiziente und standardisierte Einkaufsprozesse sind wichtige Voraussetzungen für hohe Verlässlichkeit und ausgeprägte Wirtschaftlichkeit. In den beiden Einkaufsbereichen Produktionsmaterial sowie Nichtproduktionsmaterial & Dienstleistungen der Wilo Gruppe werden daher die Einkaufs- und Beschaffungsprozesse sowie die notwendigen Methoden und Instrumente kontinuierlich weiterentwickelt.

Die Wilo Gruppe verfügt über ein effizientes Supplier Relationship Management (SRM), womit die Standardisierung und Automatisierung entsprechender Geschäftsprozesse stetig vorangetrieben wird. Gestützt auf das WILO Purchasing Collaboration Portal (WPC), dem leistungsfähigen elektronischen Beschaffungssystem, werden die Prozesszeiten im Unternehmen deutlich verkürzt. Mittels des im Vorjahr eingeführten elektronischen Datenaustauschs zwischen Wilo und ihren Lieferanten durch EDI- (Electronic Data Exchange) bzw. WebEDI-Anbindungen und der Anwendung systemgestützter Anfrage- bzw. Abfrageprozesse konnten 2016 zusätzliche Effizienzsteigerungen im Einkauf erzielt werden.

Im Rahmen der digitalen Transformation sowie zur nachhaltigen Prozesskostenoptimierung wurde im Berichtsjahr zudem ein neues Lieferantenmanagementsystem projektiert. Teil dieses Systems ist ein Lieferantenportfoliomanagement, das zukünftig sämtliche Phasen der Lieferantenbeziehungen abdecken wird. Dies beinhaltet z.B. die eigenständige online gestützte Registrierung potenzieller Zulieferer inklusive entsprechender Angaben zu den vom Lieferanten angebotenen Komponenten und Dienstleistungen sowie vorhandenen Zertifikaten. Das Lieferantenmanagement der Wilo Gruppe verfolgt das Ziel, durch weitere Optimierung der Lieferantenstruktur Kosteneinsparungen bei gleichzeitig höchster Liefertreue und Qualität zu erzielen. Die im Zuge der Digitalisierung forcierte Automatisierung und Standardisierung der Einkaufsprozesse leisten dazu wichtige Beiträge. Die Wilo Gruppe strebt langfristige und faire Partnerschaften mit den Lieferanten an, die auf einer maximalen Leistungsbereitschaft, Leistungsfähigkeit und Motivation auf beiden Seiten basieren.

Der Einkaufsbereich für Nichtproduktionsmaterial & Dienstleistungen führte im Geschäftsjahr 2016 die Ausweitung der Internationalisierung und die damit einhergehende Implementierung warengruppenspezifischer Prozesse fort. Dazu wurde die funktionsübergreifende gruppeninterne Zusammenarbeit optimiert, stärker professionalisiert und somit ein höheres Kostenoptimierungspotenzial geschaffen. Darüber hinaus wurden sowohl der Grad der Geschäftsprozessautomation kontinuierlich erhöht als auch die Integration der einzelnen Anwendungen optimiert. So wurde 2016 das elektronische Beschaffungssystem weiterentwickelt, um Einkaufsmitarbeiter von Routineaufgaben zu entlasten und Kommunikationsflüsse effizienter zu gestalten. Grundsätzlich stehen bei der Prozessmodellierung und -optimierung insbesondere nachhaltige und energiebewusste Abläufe verstärkt im Fokus.

Das in den vergangenen Jahren etablierte Konzept der Suppliers’ Days wurde 2016 mit einer erfolgreich durchgeführten Veranstaltung in Korea fortgesetzt. Darüber hinaus wurden sogenannte Topic Days implementiert. Dieses Format ermöglicht es, in konzentrierter und intensiver Form zusammen mit internationalen Lieferanten in crossfunktionalen Teams Lösungen zu spezifischen Fragestellungen bzw. Technologien zu erarbeiten. So können Technologie, Know-how und die Innovationspotenziale der Partner der Wilo Gruppe bestmöglich und frühzeitig in die Produkte integriert werden.

Qualität

Die Wilo Gruppe stellt als Premiumanbieter entlang der gesamten Wertschöpfungskette höchste Ansprüche an eine verlässlich hohe Qualität ihrer Produkte und Servicedienstleistungen. Die Qualitätssicherung ist daher eine der Kernaufgaben im Unternehmen. Sie beginnt bereits bei der Entwicklung von Produkten und dem Einkauf von Komponenten und erstreckt sich über die Produktion bis zum Kundenservice. Klar im Fokus stehen dabei die Kunden mit ihren spezifischen Anforderungen und ihre Zufriedenheit mit den Leistungen der Wilo Gruppe.

Der Bereich Group Quality stellt ein systematisches Qualitätsmanagement in der Unternehmensgruppe sicher und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zum strategischen Unternehmensziel des profitablen Wachstums. Das Qualitätsmanagement ist über das sogenannte House of Quality mit den vier Säulen / Prozessen „Preventive Quality“, „Production Quality“, „Customer Quality“ und „Supplier Quality“ organisiert. Das Fundament des Qualitätshauses bildet die Systemqualität mit den Bereichen „System Quality“, „HSE“ (Health, Safety, Environment) und „IPC“ (International Product Compliance). Das House of Quality wird kontinuierlich ausgebaut. Die einzelnen Prozesse werden stetig weiterentwickelt, sodass sich der Fokus von einer reaktiven Qualitätsarbeit hin zum präventiven Qualitätsmanagement verlagert. Im Zuge dessen soll ein vorausschauendes Qualitätsbewusstsein, das sogenannte „Preventive Quality Mindset“, über alle Prozesse des House of Quality im Denken und Handeln der Mitarbeiter fest verankert werden.

Die Preventive Quality-Aktivitäten zielen darauf ab, bereits in der Entwicklungsphase von neuen Produkten potenzielle Produktrisiken frühzeitig zu identifizieren und diese durch geeignete Maßnahmen und eine optimale Gestaltung der Produktionsprozesse zu vermeiden. Auf diese Weise lassen sich positive Effekte sowohl für die komplette Wertschöpfungskette als auch hinsichtlich des Anspruchs der Wilo Gruppe an eine bestmögliche Erfüllung immer höherer Kundenanforderungen erzielen. Neben dem weiteren Ausbau der bereits etablierten Strukturen und Prozesse standen die Definition und Überwachung von strategischen Leistungskennzahlen im Mittelpunkt der Preventive Quality-Aktivitäten. Mittels dieser Kennzahlen soll die Güte der präventiven Qualitätsmaßnahmen, -methoden und -tools in den Entwicklungsprozessen messbar gemacht werden. Als strategische Kenngröße wurde dazu die sogenannte Technical Risk Coverage Rate definiert. Hierfür werden relevante technische Risiken identifiziert und monatlich überprüft, inwieweit diese Risiken abgedeckt bzw. beherrschbar sind. Diese Kennzahl soll zukünftig in allen Top-Entwicklungsprojekten Anwendung finden.

Aufgabe der Säule Production Quality ist es, die Produktionsprozesse methodisch zu unterstützen, um durch eine höhere Prozessstabilität eine zuverlässige Produktionsqualität sicherzustellen. Im Rahmen der sogenannten Quality Hour werden regelmäßig mit allen Standorten qualitätsrelevante Kennzahlen abgestimmt. Auf diese Weise werden Standardprozesse gruppenweit harmonisiert und ein einheitliches Managementsystem gewährleistet. Durch das bereits im Vorjahr initiierte Optimierungsprojekt wurden 2016 die Ausschuss- und Nacharbeitskosten im Jahresvergleich nochmals um etwa 15 % gesenkt. Die Methodik wurde weiter verfeinert, sodass für ausgewählte Produktionsstandorte die Ausschusskosten nun auf einzelne Produktionsschritte heruntergebrochen werden können. Die Transparenz der Kennzahlen wird so um ein Vielfaches erhöht und somit die Reduzierung von Ausschuss- und Nacharbeitskosten maßgeblich unterstützt.

Die Customer Quality-Aktivitäten sind darauf ausgerichtet, die Kundenzufriedenheit über eine Reduktion bzw. Vermeidung von Gewährleistungskosten und Reklamationsraten weiter zu steigern. Die weltweite Sammlung und Auswertung von Reklamationsdaten sowie der enge und regelmäßige Kontakt zu den Tochtergesellschaften durch monatliche Abstimmungsrunden stehen hierbei im Vordergrund. Daraus werden Top-Qualitätsthemen abgeleitet. Die Tochtergesellschaften der Wilo Gruppe erhalten mittels sogenannter Quality-Updates strukturierte Informationen zu den Ursachen identifizierter Qualitätsmängel sowie zu Maßnahmen und Reparaturlösungen, um die Mängel nachhaltig abzustellen. Im Jahr 2016 wurden zehn weitere Top-Qualitätsthemen bearbeitet, sodass nun in Summe 61 Quality-Updates vorliegen. Standardisierte Reportingstrukturen für die weltweiten Reklamationsdaten ermöglichen eine professionelle Nachverfolgung dieser Optimierungsmaßnahmen im Hinblick auf Effektivität. Neben dieser auf monatlichen Statistiken basierenden Nachverfolgung wird die Effektivität der Quality-Updates auch durch einen engen Austausch mit den internationalen Tochtergesellschaften sichergestellt. Um die Etablierung des Preventive Quality Mindset zu unterstützen, wurden in diesem Berichtsjahr sogenannte „Early Warning Quality Updates“ eingeführt. So können etwaige Qualitätsprobleme frühestmöglich abgestellt und deren Lösungen kommuniziert werden. Durch die Aktivitäten des Bereichs Customer Quality wurde eine Reduktion der Garantiekosten um 12 % gegenüber 2015 erzielt.

Die vierte Säule im House of Quality, das Supplier Quality-Management, steuert die Lieferantenqualität während des gesamten Produktlebenszyklus systematisch und in enger Zusammenarbeit mit dem Einkauf sowie der Produktion. Damit werden die Qualitätskosten, die durch Mängel bei angelieferten Kaufteilen verursacht werden, so gering wie möglich gehalten und eine zuverlässige Lieferantenqualität sichergestellt. Im Berichtsjahr wurden ausgewählte Supplier Improvement-Programme durchgeführt, die in einer hohen durchschnittlichen Reduktion der ppm-Kennzahlen resultierten. Um in diesem Prozess das Preventive Quality Mindset zu stärken, wurden 2016 darüber hinaus Supplier Development-Programme eingeführt. Hierbei wird der Lieferant bereits vor dem Serienprozess entsprechend den Qualitätsanforderungen der Wilo Gruppe entwickelt, um später einen reibungslosen Prozessablauf in der Produktion zu gewährleisten.

Das integrierte Managementsystem für QHSEE (Qualität, Gesundheit, Sicherheit, Umwelt, Energie) definiert Standards und Methoden, die sicherstellen, dass alle internen und externen Anforderungen an Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit erfüllt werden. Um dies gruppenweit nachhaltig zu gestalten, wurden zentrale Managementsystem-Werkzeuge wie das Prozess- und Dokumentenmanagement digitalisiert. Damit hat Wilo die Grundlage für ein einheitliches Managementsystem auf Gruppenebene stärker untermauert und gleichzeitig die Voraussetzungen für die ISO-Revision geschaffen. An den deutschen Wilo-Standorten wurde die Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach DIN ISO EN 50001:2011 erfolgreich abgeschlossen. Im Teilbereich Gesundheit, Umwelt und Arbeitssicherheit (HSE) lagen die Schwerpunkte auf der Entwicklung und Implementierung eines gruppenweiten Reportings zur Schaffung einer verbesserten Transparenz und zur Sicherstellung einer kontinuierlichen Verbesserung. Ziel ist die Umsetzung der Vision Zero, d.h. das Streben nach einem Null-Fehler-Ziel bei Arbeitsunfällen und Umweltereignissen.

Der Bereich International Product Compliance (IPC) analysiert und bewertet gestiegene gesetzliche Anforderungen im Hinblick auf ihre technischen Bestimmungen, insbesondere in Nicht-EU-Ländern. Länderspezifische Richtlinien und Gesetze werden so in Bezug auf technische Vorgaben aufbereitet und das relevante Fachwissen für die Tochtergesellschaften der Wilo Gruppe bereitgestellt. Damit sollen die Kontinuität im Absatz sichergestellt, neue Marktpotenziale barrierefrei erschlossen und eine hohe Kundenzufriedenheit erzielt werden. Der produktbezogene Regulatory Intelligence-Prozess definiert die Sammlung und Aufbereitung länderspezifischer technischer Bestimmungen sowie deren systematische organisationsweite Kommunikation. Die Ergebnisse aus diesem Analyse- und Konsolidierungsprozess werden seit dem Berichtsjahr in der umfassenden Product Compliance-Wissensdatenbank gruppenweit bereitgestellt.

Ressourceneffizienz

Der Megatrend Globalisierung und die damit verbundene und sich weltweit verschärfende Ressourcenknappheit erfordert immer konsequenter eine sehr hohe Effizienz im Umgang mit und bei der Nutzung von Ressourcen. Diese Herausforderung ist für die Wilo Gruppe von besonderer Relevanz. Seit vielen Jahren ist Ressourceneffizienz daher bei der Wilo Gruppe ein fest verankertes Ziel, das systematisch und wirksam verfolgt wird. So hat das Unternehmen mit zahlreichen Produktinnovationen international effizienzbezogene Technologie- und Produktstandards im Markt gesetzt.

Die Wilo Gruppe hat zudem ihre Logistikstrukturen in Europa optimiert. Eine verbesserte Auslastung und die Nutzung von Synergieeffekten zwischen In- und Outbound-Frachten führten zu wesentlichen Ressourceneinsparungen, einer Verkürzung der Lieferzeit und einer Stabilisierung der logistischen Lieferperformance. Jährlich werden so über 500 Lkw weniger eingesetzt. Dadurch wird eine CO2-Einsparung von mehreren hundert Tonnen pro Jahr erzielt. Ein weiteres, 2016 abgeschlossenes Projekt zur Optimierung der Produktverpackungen trägt ebenfalls zur Schonung von Ressourcen bei.

Produktrecycling ist ein weiterer Kernansatzpunkt für Ressourceneffizienz. Hier wird langfristig ein möglichst ressourcenschonendes Handeln am Ende des Produktlebens angestrebt. Dabei sollen alte, aus dem Markt retournierte Produkte so sortenrein wie möglich getrennt und aufbereitet werden. Bereits in den frühen Phasen eines Produktlebenszyklus gibt es Ansatzpunkte für Ressourceneffizienz. Wilo berücksichtigt mittels Ökodesign-Vorgaben schon bei jeder Produktneuentwicklung sowohl eine recyclinggerechte Konstruktion unter Berücksichtigung von Demontage- und Wiederverwertungsaspekten als auch die dafür notwendigen recyclinggerechten Fertigungsprozesse. Damit schafft Wilo frühzeitig die Voraussetzungen für ein effektiv und effizient recycelbares Produkt am Ende eines Lebenszyklus. So konnte die mögliche Recyclingquote einer Wilo-Pumpe mittlerweile auf nahezu 100 % optimiert werden. Darüber hinaus werden bei Wilo bereits seit 2012 in nennenswertem Umfang Magnete mit ressourcenkritischen seltenen Erden wieder in den Fertigungsprozess zurückgeführt.

Am Standort Dortmund wird unter Federführung der Gruppenfunktion Quality ein modernes Recycling Center betrieben. Unter dem Leitbild „Vermeidung durch Verwendung vor Verwertung und Entsorgung“ werden hier auch gruppenweite Recycling-Standards entwickelt. Diese beziehen sich unter anderem auf die Nutzung von Potenzialen in den Bereichen Fertigung und Produktretouren. So gibt ein IT-gestützter Prozess dem werkseigenen Kundendienst die Möglichkeit, bestimmte Ersatzteile zielgerichtet direkt aus der Retourenbearbeitung zu verwenden. Die im Vorjahr eingeführten Recyclingprozesse wurden 2016 weiter optimiert, wodurch die Recyclingerlöse weiter gesteigert werden konnten. In einem nächsten Schritt ist geplant, die bisher zur Verfügung stehenden Stückzahlen durch eine freiwillige Rücknahme von Altprodukten aus dem Markt zu erhöhen.

Durch die Formulierung präziser Anforderungen an eine recyclinggerechte Produktgestaltung unterstützt der Bereich Recycling auch die Produktentwicklung. Zudem analysiert das Recycling Center gruppenweit die vorhandenen Prozesse und erstellt geeignete Kennzahlen, die eine Bewertung und Priorisierung von Recyclingaktivitäten ermöglichen. Oberstes Ziel ist es, die Recyclingaktivitäten so zu konzipieren und zu koordinieren, dass sie sowohl ökologischen als auch ökonomischen Nutzen stiften.

Die Wilo Gruppe hat sich für sämtliche neu zu errichtenden Produktions- und Verwaltungsgebäude selbst hohe ökologische Standards gesetzt. Gebäude werden grundsätzlich und weltweit nach Gebäudestandards geplant, erstellt und betrieben, die auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Für die neuen Gebäude, die Wilo in den letzten Jahren in Korea, China, Indien und der Türkei fertiggestellt hat, wurde eine LEED-Zertifizierung in Gold erreicht. Der im Juni 2016 neu eröffnete Produktionsstandort in Russland wurde durch das russische Green Building Council zertifiziert und mit der höchsten Bewertung, einem Green Zoom Platinum-Zertifikat, ausgezeichnet. Eine Gold-Zertifizierung nach LEED ist ebenfalls angestrebt. LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) ist ein ökologischer Gebäudestandard, der vom U.S. Green Building Council entwickelt wurde und strenge Standards für umweltfreundliches, ressourcenschonendes sowie nachhaltiges Bauen vorgibt. Die geplanten modernen Produktions- und Verwaltungsgebäude am Standort Dortmund werden ebenfalls mit hohen Standards für Ressourceneffizienz konzipiert und realisiert.

Corporate Compliance

Der nachhaltige Erfolg der Wilo Gruppe basiert in großen Teilen auf gemeinsamen Wertvorstellungen und ethischen Prinzipien, an denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr tägliches Handeln ausrichten. Der Vorstand der Wilo Gruppe bekennt sich daher zu den Wilo-Grundwerten „Integrität – Fairness – Respekt – Leidenschaft – Verantwortung“ als Ausgangspunkt für ein gemeinsames Grundsatz- und Wertesystem über alle Kulturkreise hinweg. Der darauf basierende Verhaltenskodex „Verantwortlich Handeln“ definiert die Wilo-Prinzipien als verbindlichen Maßstab des Handelns jeder Führungskraft und jedes Mitarbeiters der Wilo Gruppe.

Zentrale Wilo-Prinzipien sind unter anderem die

  • Einhaltung sozialer Grundprinzipien, wie das Respektieren der Menschenrechte, Gleichbehandlung und Chancengleichheit,
  • Einhaltung internationaler und nationaler Gesetze, Verordnungen und Normen,
  • nachhaltige Unternehmensentwicklung unter Berücksichtigung von Ökonomie, Ökologie und sozialen Themen,
  • Verpflichtung zu fairen Wettbewerbspraktiken,
  • Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften im Umgang mit unseren Geschäftspartnern,
  • Verpflichtung zu fairen Arbeitsbedingungen und einem vertrauensvollen Umgang der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter miteinander.

Die Corporate Compliance ist in der Wilo Gruppe durch den Compliance Director sowie das Compliance Office organisatorisch verankert und gesichert. Der Compliance Director berichtet in dieser Funktion direkt an den Vorsitzenden des Vorstands über compliancerelevante Vorgänge. Das Compliance Office verantwortet unter anderem das Wilo Business Keeper Monitoring System (BKMS®). Dieses zertifizierte Hinweisgebersystem steht sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch Externen zur Verfügung, um Verstöße gegen den Verhaltenskodex in vertraulicher und anonymer Weise melden zu können. Neben dem Vorstand wird auch dem Audit Committee regelmäßig sowie fallbezogen über compliancerelevante Vorgänge berichtet.

Zur Stärkung der Compliance-Kultur und des Verständnisses für relevante Compliance-Regelungen bei allen Führungskräften und Mitarbeitern wurde im Berichtsjahr eine gruppenweite e-Learning-Initiative gestartet. Diese bezieht sich zunächst auf die Themen Korruptionsprävention und Wettbewerbsrecht. Thematische Erweiterungen sind für die Folgejahre geplant. Darüber hinaus werden die internen Regelwerke sukzessive erweitert, um den bestehenden gruppenweiten Verhaltenskodex noch näher zu konkretisieren und stärker an die lokalen Gegebenheiten anzupassen.

Diese Aktivitäten sind Teil der kontinuierlichen Weiterentwicklung und Verfeinerung des bestehenden Compliance Management Systems (CMS), unter anderem in Anlehnung an die Empfehlungen der Norm ISO 19600:2014 „Compliance Management Systeme“. Mittelfristig strebt die Wilo Gruppe eine Zertifizierung des CMS gemäß dem Prüfungsstandard 980 „Grundsätze ordnungsgemäßer Prüfungen von Compliance Management Systemen“ des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) an.

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