Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2016 hat die Wilo Gruppe eine Steigerung des Konzernumsatzes von 0,8 % gegenüber dem Vorjahr erzielt. Dabei wurde die Umsatzentwicklung deutlich negativ durch die Abwertung zahlreicher Währungen beeinflusst. Währungsbereinigt konnten die Umsatzerlöse um 3,9 % verbessert werden. Das operative Ergebnis (EBIT) ging um 14,1 Mio. EUR auf 107,1 Mio. EUR zurück. Die Relation des EBIT zum Umsatz (EBIT-Marge) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 9,2 % auf 8,1 %.

Die Ergebnisentwicklung wird im Folgenden erläutert.


Ertragslage

Mio. EUR 2016 2015 Veränderung %
Umsatzerlöse 1.327,1 1.317,1 0,8
Herstellungskosten -828,0 -815,1 1,6
Bruttoergebnis vom Umsatz
Vertriebs- und Verwaltungskosten
499,1
-355,0
502,0
-341,0
-0,6
4,1
Forschungs- und nicht aktivierte Entwicklungskosten -47,8 -43,1 10,9
Sonstiges betriebliches Ergebnis 10,8 3,3 > 100
Operatives Ergebnis (EBIT)
Finanzergebnis und at-equity Ergebnis
107,1
-4,1
121,2
-8,1
-11,6
49,4
Ertragsteuern -27,0 -32,6 -17,2

Konzernergebnis


EBIT in % vom Umsatz (EBIT-Marge)

76,0

8,1%

80,5

9,2%

-5,6

 

Ergebnis je Stammaktie (EUR) 7,88 8,35  

 

Die Bruttoergebnismarge, das Verhältnis von Bruttoergebnis zu Umsatz, gab im Vorjahresvergleich von 38,1 % auf 37,6 % im Jahr 2016 nach. Ursächlich dafür war unter anderem ein veränderter Produktabsatzmix mit einem größeren Anteil an margenschwächeren Produkten. Zum einen ist das margenschwächere OEM-Geschäft überdurchschnittlich gewachsen. Zudem ging im Marktsegment Water Management die Geschäftstätigkeit in den margenstärkeren Regionen zurück, während die Zuwächse überwiegend in Ländern mit niedrigeren Margen generiert wurden. Darüber hinaus trug ein verstärkter Preiswettbewerb in einigen Märkten zum Absinken der Bruttomarge bei.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen verglichen mit dem Vorjahr um 4,1 % auf 355,0 Mio. EUR. Der Vorstand hat dabei die zum Teil wesentlichen Verwerfungen auf den Devisenmärkten, die gestiegenen geopolitischen Risiken und die daraus resultierende schwächere Umsatzentwicklung antizipiert und frühzeitig geeignete Maßnahmen getroffen. So wurden geplante Kostensteigerungen an die tatsächliche Geschäftsentwicklung angepasst. Bestimmte wachstumsorientierte Investitionen und Projekte, die die Zukunftsfähigkeit der Wilo Gruppe nachhaltig stärken, wurden dennoch wie geplant initiiert bzw. fortgeführt. Dies betrifft insbesondere Projekte im Zusammenhang mit der digitalen Transformation und der Standortentwicklung in Dortmund sowie Unternehmensübernahmen.

Forschung und Entwicklung nimmt bei Wilo eine zentrale Rolle ein. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, d.h. sämtliche Forschungs- und Entwicklungskosten einschließlich der aktivierten Entwicklungskosten, wurden im Geschäftsjahr 2016 um 4,1 % auf 65,0 Mio. EUR gesteigert. Sie lagen mit 4,9 % vom Umsatz (Vorjahr: 4,7 %) weiterhin auf sehr hohem Niveau. Die ergebniswirksam erfassten Forschungs- und nicht aktivierten Entwicklungskosten überstiegen mit 47,8 Mio. EUR den Vorjahreswert in Höhe von 43,1 Mio. EUR deutlich um 10,9 %.

Das positive sonstige betriebliche Ergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Mio. EUR auf 10,8 Mio. EUR. Diese Verbesserung resultierte im Wesentlichen aus einer Erhöhung des Währungsergebnisses aus der operativen Geschäftstätigkeit um 6,8 Mio. EUR. Das Währungsergebnis enthält zum einen realisierte Gewinne und Verluste aus Kursveränderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt konzerninterner und -externer Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, zum anderen noch nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung konzerninterner und -externer Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Stichtagskurs. Ferner ist im sonstigen betrieblichen Ergebnis der Ertrag aus der Veräußerung der alten Produktionsstätte in China in Höhe von 2,2 Mio. EUR enthalten.

Das Finanzergebnis (einschließlich des Ergebnisses aus den at-equity bewerteten Beteiligungen) der Wilo Gruppe hat sich von minus 8,1 Mio. EUR im Vorjahr um 4,0 Mio. EUR auf minus 4,1 Mio. EUR im Berichtsjahr deutlich verbessert. Ursächlich dafür war zum einen die Verbesserung des Zinsergebnisses um 2,4 Mio. EUR. So sanken die Zinsaufwendungen um 2,0 Mio. EUR. Dies war im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im März 2016 eine Schuldverschreibung in Höhe von 40,0 Mio. USD planmäßig getilgt wurde. Ferner konnten die Zinserträge aus der Anlage liquider Mittel um 0,4 Mio. EUR gesteigert werden. Bereinigt um die Vorjahreseffekte der wirtschaftlichen Bewertungseinheit aus der im Berichtsjahr abgelösten Schuldverschreibung und dem entsprechenden Zinswährungsswap, hat sich das Ergebnis aus dem Verbrauch und der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten um 2,1 Mio. EUR verbessert.

Das Konzernergebnis verringerte sich insgesamt um 5,6 % oder 4,5 Mio. EUR auf 76,0 Mio. EUR nach Steuern. Folglich sank auch das Ergebnis je Stammaktie im Vergleich zum Vorjahr von 8,35 EUR auf 7,88 EUR. Die Umsatzrentabilität, das Verhältnis von Konzernergebnis zu den Umsatzerlösen, verminderte sich von 6,1 % im Vorjahr auf 5,7 % im Geschäftsjahr 2016.

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