Ausblick für die Wilo Gruppe

Künftige Ausrichtung

Das Geschäftsjahr 2016 war geprägt von einer nur schwach wachsenden Weltwirtschaft, zahlreichen Krisen und politischen wie wirtschaftlichen Unwägbarkeiten. Erhebliche Unsicherheitsfaktoren überschatten aus heutiger Sicht auch die grundsätzlich verbesserten ökonomischen Perspektiven für 2017. So könnte die Wirtschaft der USA mit ihrem zuletzt gefestigten Aufschwung Impulse für die Weltwirtschaft auslösen. Auch dürfte das Expansionstempo in den Schwellenländern insgesamt trotz der strukturellen Entschleunigung des Wachstums in China wieder Fahrt aufnehmen. Wirtschaftliche Risiken bleiben jedoch die US-Zinswende und Strukturdefizite in vielen Ländern. Darüber hinaus könnten vor allem die Konflikte in Syrien, der Türkei, Russland und der Ukraine sowie ein unklarer politischer Kurs in den USA und zunehmend auch in wichtigen Euroländern die globale Wirtschaft beeinträchtigen. Steigende Tendenzen zu Protektionismus und Nationalismus sind ein weiterer großer Unsicherheitsfaktor. Besondere Brisanz birgt der 2017 beginnende Brexit-Prozess. In Summe sind die ökonomischen Aussichten für 2017 zwar gut, aber fragil und sehr unsicher.

Umso wichtiger sind für Wilo die klare, nachhaltige und zukunftsorientierte Umsetzung der Geschäftspolitik sowie ein unternehmensinterner Risikoausgleich. Die Wilo Gruppe setzt daher auch künftig auf erfolgreiche Kundenorientierung, starke Innovationskraft mit der kontinuierlichen Entwicklung neuer Technologien, hohe internationale Marktpräsenz sowie Diversifikation in Bezug auf Regionen und Markt- bzw. Produktsegmente. Wichtige Erfolgsfaktoren sind darüber hinaus die hohe unternehmerische Flexibilität und schnelle Anpassungsfähigkeit auf veränderte Trends und Rahmenbedingungen. Dies ist vor allem in Krisensituationen bedeutend. Das seit Jahren generierte profitable Unternehmenswachstum sowie die steigende Mitarbeiterzahl verdeutlichen die hohe Anpassungsfähigkeit der Wilo Gruppe und die gestärkte Position des Unternehmens im globalen Wettbewerb. Unabhängig von kurzfristig verschlechterten Rahmenbedingungen infolge von makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten wurde die Innovationsfähigkeit weiter gestärkt.

Die erfolgreiche Kernausrichtung des Unternehmens wird beibehalten. Mit den in der Ambition 2020+ klar definierten acht Wachstumsinitiativen wird sich Wilo ab 2017 sowohl regional als auch in allen Produkt- und Servicebereichen sowie entlang der Wertschöpfung zusätzliche Potenziale für das profitable Wachstum erschließen. Zudem spielen künftig auch wachstumsfördernde Unternehmensakquisitionen eine stärkere Rolle, wenn sie strategisch und ökonomisch sinnvoll sind. Mit Fokussierung auf die Kernkompetenzen in den Bereichen Heizung, Klima und Kälte sowie der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung baut die Wilo Gruppe das Produktportfolio hin zu einem innovativen und lösungsorientierten Full-Service-Anbieter weiter aus.

Ein weiteres Grundprinzip der Wilo-Unternehmensführung ist und bleibt es, unterschiedliche Entwicklungen an den Märkten schnell zu analysieren, Alternativszenarien zu erarbeiten und kurzfristig Gegenmaßnahmen zu initiieren. Dem effektiven Krisenmanagement kommt im Falle deutlicher Verwerfungen an den internationalen Finanz- und Devisenmärkten sowie sich verschärfender geopolitischer Krisen mit entsprechenden negativen realwirtschaftlichen Auswirkungen hohe Bedeutung zu. Die Wilo Gruppe wird auch zukünftig aus dieser Position der Stärke heraus falls erforderlich geeignete Gegenmaßnahmen zeitnah einleiten.

Das Management hat zudem die Megatrends, die die Wilo-Märkte in den kommenden Jahrzehnten verändern und formen werden, fest im Blick. Sie sind einer der Grundpfeiler der Definition der Unternehmensstrategie – unabhängig von kurzfristigen Krisen und Nachfrageschwankungen. Herausragende Bedeutung hat der Megatrend Digitalisierung und technologischer Fortschritt, der bereits heute umfassende unternehmerische Initiativen erfordert, um die sich bietenden Chancen zu nutzen und künftige Belastungen für das Unternehmen zu vermeiden. Wilo geht dazu den eingeschlagenen Weg der eigenen digitalen Transformation konsequent weiter. Die eigene Wertschöpfung und bestehende Geschäftsprozesse werden durch hohe Investitionen – insbesondere am Standort Dortmund – grundlegend und nachhaltig neu ausgerichtet. Kern ist die intelligente, digitale Vernetzung von Fertigungstechnik, Produkten und Logistik. Dies verbessert die Wettbewerbsfähigkeit der Wilo Gruppe nachhaltig und generiert zugleich unmittelbare Vorteile für die Kunden, unter anderem in Bezug auf Qualitätsstandards, termingenaue Lieferfähigkeit und optimierten Service. Darüber hinaus richtet Wilo die Innovationskraft auch gezielt darauf aus, den Kunden intelligente, vernetzbare Lösungen bereitzustellen.

Ausblick für die Regionen

EUROPE Die Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für Europa im Jahr 2017 ein robustes Wirtschaftswachstum, das allerdings vielfältigen politischen Risiken ausgesetzt ist. Für die Europäische Union und den Euroraum wird sich 2017 als Schicksalsjahr erweisen. Sollten sich im Zuge der Regierungswahlen in Frankreich, den Niederlanden und Deutschland europakritische Kräfte durchsetzen, könnte dies zu einer bisher einmaligen Zerreißprobe für die Gemeinschaft führen.

Darüber hinaus sind verschiedene Banken insbesondere in Italien noch nicht krisenfest und die Lage der Staatshaushalte in Italien und Griechenland weiter angespannt. Der langwierige Verhandlungsprozess bis zum tatsächlichen Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union wird zudem die Unsicherheiten befeuern. Für 2017 wird in Großbritannien eine Abschwächung des Wachstums erwartet, mit negativen Effekten auch für Exporte anderer Länder in das Königreich. Dennoch sollten 2017 alle Länder der Region positive Wachstumsraten aufweisen. Europas Bauwirtschaft wird 2017 nach den Prognosen regional auf breiter Basis und überproportional zur Gesamtwirtschaft wachsen.

Der Bedarf an energiesparenden und umweltschonenden Heizungs- und Klimasystemen ist groß. Angesichts überwiegend veralteter Systeme im Bestand und zunehmend schärferer Umweltschutzauflagen wird die Nachfrage sowohl im Neubau als auch in der Modernisierung tendenziell weiter steigen. Zudem ist zu erwarten, dass im Einklang mit den ehrgeizigen Klimazielen der EU – ähnlich des 2016 durch das Bundeswirtschaftsministerium initiierten Programms zur Heizungsoptimierung – weitere staatliche Energieeffizienz-Förderprogramme aufgesetzt werden. Die gegenwärtig noch guten Finanzierungsbedingungen begünstigen die Investitionen in klimaeffiziente und ökonomisch vorteilhafte Heizungs- und Klimaanlagen wie auch in eine Modernisierung von Wasser- und Abwasseranlagen. Die Wilo Gruppe geht deshalb davon aus, dass der Bedarf an hochwertigen, energieeffizienten Pumpen in den kommenden Jahren europaweit weiter steigen wird.

Im Jahr 2017 bleiben damit die Voraussetzungen für die Geschäftstätigkeit der Wilo Gruppe in der Region Europe gut. Getragen von der hohen Dynamik im Wohnungsneubau sowie der robusten Nachfrage im gewerblichen Hochbau wie auch generell in den Bereichen Sanierung und Modernisierung von Bestandsgebäuden, erwartet die Wilo Gruppe eine Fortsetzung des lebhaften Umsatzwachstums in den deutschsprachigen Ländern. Auch in den anderen EU-Ländern, insbesondere in Osteuropa, dürfte die konjunkturelle Belebung Nachfrageimpulse setzen. Insofern erwartet Wilo auch hier Umsatzsteigerungen.

Für das Marktsegment Building Services wird sich das verstärkte Engagement der Wilo Gruppe als System- und Lösungsanbieter im Bereich der Gebäudetechnik auszahlen. Die Wilo Gruppe hat in den zurückliegenden Jahren mit hohen Investitionen in Deutschland und Frankreich die Basis für eine effiziente Fertigung sowie höhere Flexibilität und Kundennähe und somit für nachhaltiges Wachstum gelegt.

Insgesamt rechnet die Wilo Gruppe damit, 2017 in der Region Europe ein leichtes, wenn auch im Konzernvergleich unterdurchschnittlich starkes Umsatzwachstum erzielen zu können.

ASIA PACIFIC Die Region Asia Pacific ist von hoher Dynamik geprägt. Die Wachstumsprognosen für die Region für 2017 sind positiv. Zudem sind die für die Geschäftstätigkeit der Wilo Gruppe relevanten strukturellen Treiber intakt: starkes Bevölkerungswachstum, anhaltende Urbanisierung und damit ein immenser, sogar weiter steigender Bedarf zum Ausbau von funktionierenden städtischen Infrastrukturen. Zum Aufbau und zur Sicherung einer leistungsstarken Trink- und Abwasserversorgung sind hohe Investitionen erforderlich. Zudem werden wegen zum Teil erheblicher Umweltbelastungen staatliche Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen, insbesondere in China, forciert.

Die Wilo Gruppe geht davon aus, dass die Nachfrage 2017 in der Region Asia Pacific sowohl im Hochbau als auch und vor allem im Segment der Wasserwirtschaft weiter wachsen wird. Zwar kühlt der Immobilienmarkt in Chinas Megastädten und anderen Ballungsräumen Asiens im Hochpreissegment ab. Andererseits gibt es aber in den meisten Ländern der Region Programme für bezahlbaren Wohnraum. Impulse kommen auch vom Wirtschaftsbau. Perspektivisch interessant ist ferner der in Indien geplante Aufbau von 100 Smart Cities, die im Zuge der Digitalisierung hochmoderne, vernetzbare Produkte und Lösungen benötigen. Ein wesentlicher Treiber für die Geschäftsaktivitäten der Wilo Gruppe in Asia Pacific sind die hohen Infrastrukturinvestitionen in allen Ländern der Region zum Aufbau bzw. zur Modernisierung ihrer oft maroden Wasserwirtschaft. In Summe bestehen für die Wilo Gruppe damit in Asia Pacific für alle drei Marktsegmente sehr gute Wachstumschancen im Jahr 2017.

Die Wilo Gruppe rechnet für 2017 in der Region Asia Pacific mit einer Fortsetzung der sehr positiven Geschäftsentwicklung. Asia Pacific bleibt auch 2017 der Wachstumsmotor für die Wilo Gruppe. Das Umsatzwachstum in der Region wird daher 2017 voraussichtlich erneut überproportional zum Anstieg des Konzernumsatzes ausfallen.

EMEA Die Region EMEA ist politisch und wirtschaftlich sehr heterogen aufgestellt. Dies spiegeln auch die Aussichten für die Geschäftstätigkeit der Wilo Gruppe in den einzelnen Ländern im Jahr 2017 wider.

In Russland hellen sich allmählich die Chancen für eine zumindest robuste Entwicklung der Bautätigkeiten auf. Die Politik der Regierung zur Importsubstitution durch Lokalisierung der Wertschöpfung führt darüber hinaus mittlerweile zu spürbar höheren Direktinvestitionen ausländischer Firmen. Die Wilo Gruppe hat mit der Aufnahme der eigenen Fertigung am neuen Standort in der Nähe Moskaus Mitte 2016 gute Voraussetzungen geschaffen, um von diesen Trends zu profitieren. Insofern rechnet die Wilo Gruppe für 2017 mit steigenden Umsätzen in Russland.

In der Türkei haben sich die kurzfristigen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft durch die politisch instabile Lage merklich verschlechtert. Die Rahmendaten wie der Stimmungsindikator für die Bauwirtschaft und die Baugenehmigungen signalisieren gegenwärtig zwar noch eine vergleichsweise widerstandsfähige Entwicklung für den Wohnungsbau. Ein Rückgang kann aber angesichts der hohen Unsicherheiten nicht ausgeschlossen werden. Dieses Umfeld erfordert für 2017 hohe Flexibilität und ein selektives Vorgehen. Das gilt auch für die Geschäftstätigkeit in den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas. Konjunkturell positive Nachfrageimpulse sind aus den öleinführenden Ländern und einigen Ländern südlich der Sahara zu erwarten.

In Summe erwartet die Wilo Gruppe für 2017 eine Belebung des Geschäfts in der Region EMEA, sofern die dortigen Krisen nicht weiter eskalieren. Das in der Region erwirtschaftete Umsatzwachstum wird voraussichtlich etwas geringer sein als die geplante durchschnittliche Steigerung des Konzernumsatzes im Jahr 2017.

Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung

Das Jahr 2017 wird aller Voraussicht nach weiterhin durch schwierige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen geprägt sein und international agierende Unternehmen vor große Herausforderungen stellen. Zwar sind positive Signale für eine breitere konjunkturelle Belebung vorhanden, unsichere politische Entwicklungen könnten die Weltwirtschaft aber erneut abbremsen und zu Verwerfungen führen – sowohl an den Devisen- und Kapitalmärkten als auch in der Realwirtschaft. Neben zahlreichen ungelösten Krisen bereiten aus heutiger Sicht die zunehmenden Tendenzen zum Protektionismus sowie die noch nicht kalkulierbaren politischen Weichenstellungen in Europa im Zusammenhang mit dem Brexit und den Wahlen in mehreren bedeutenden Ländern Sorgen. Dieses besonders störungsanfällige und sensible Umfeld erfordert noch mehr als in den zurückliegenden Jahren eine vorausschauende, risikobewusste und flexible Unternehmensführung. Die Wilo Gruppe hat entsprechende Strukturen und Prozesse implementiert. Zudem dient die breite regionale Diversifizierung des Unternehmens dazu, die Risiken in einzelnen Ländern für die Wilo Gruppe insgesamt zu reduzieren. Sofern die Auswirkungen dieser Risiken begrenzt bleiben, sollte sich die positive ökonomische Grundtendenz mit einer belebteren Nachfrage in den meisten der für die Wilo Gruppe wichtigen Länder durchsetzen.

Die Umsatz- und Kostenplanung für 2017 wurde unter Berücksichtigung der skizzierten Unsicherheiten aufgestellt. Zudem werden aktuelle Entwicklungen laufend beobachtet und neue Trends zeitnah antizipiert, analysiert und bewertet. Damit ist die Wilo Gruppe gut vorbereitet, sowohl die Wachstumspotenziale in den sich positiv entwickelnden Regionen und Ländern gezielt auszuschöpfen als auch weitere Maßnahmen zur Risikobegrenzung in denjenigenRegionen und Märkten umzusetzen, die von möglichen Rückschlägen betroffen sein könnten. Der Vorstand der Wilo Gruppe ist überzeugt, dass sich das Unternehmen in diesem schwierigen Umfeld gut behaupten und sich entsprechend der Unternehmensstrategie erfolgreich weiterentwickeln wird.

Auf Basis der beschriebenen voraussichtlichen Geschäftsentwicklung in den Regionen rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 mit einem Umsatzwachstum von bis zu 4 % für die Wilo Gruppe. Bei der Umsatzerwartung für 2017 gelten die Annahmen, dass sich die Weltwirtschaft wie prognostiziert und weitgehend störungsfrei entwickelt und dass es an den Devisenmärkten zu keinen größeren Verwerfungen kommt.

Die EBIT-Marge soll sich 2017 auf rund 9 % verbessern und damit wieder innerhalb des strategischen Zielkorridors von 9 bis 11 % liegen. Dazu wird unter anderem das konsequente Kostenmanagement – ergänzt durch die Ende 2016 gestartete Kosteninitiative WIN – fortgeführt und falls erforderlich zeitnah und flexibel angepasst. Darüber hinaus tragen die kontinuierliche und straffe Steuerung des Working Capitals sowie die zielgerichtete Umsetzung strategischer Maßnahmen dazu bei, die hohe Ertragskraft der Wilo Gruppe abzusichern.

Die Wilo Gruppe richtet die Aktivitäten in der Forschung und Entwicklung konsequent an der mittel- und langfristigen Unternehmensstrategie aus. Oberstes Ziel ist es, unabhängig zu bleiben und profitabel zu wachsen. Das erfordert unter anderem eine beständig hohe Innovationskraft, und zwar unabhängig von kurzfristigen Marktunsicherheiten. Forschung und Entwicklung behalten einen sehr hohen Stellenwert. Die Wilo Gruppe steht für zukunftsweisende und innovative Produkte und Systemlösungen. Entsprechend werden die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auch 2017 ein hohes Niveau erreichen. Die Digitalisierung von unternehmensinternen Prozessen sowie von Produkten und Dienstleistungen ist hierbei ein wesentlicher Treiber.

Die hohen Investitionen der letzten Jahre sind Grundlage für das Wachstum der Wilo Gruppe. Dieser Weg wird weiter beschritten, denn eine moderne, leistungsfähige und wachstumsfördernde Unternehmensinfrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum und hohe Profitabilität. Die Investitionen sollen im Geschäftsjahr 2017 nochmals deutlich erhöht werden. So wird das strategische Standortentwicklungsprojekt am Stammsitz in Dortmund planmäßig fortgeführt. Zudem wird verstärkt in Fertigungstechnologien sowie den Ausbau der vorhandenen Vertriebs- und Produktionsstandorte investiert werden. Die Umsetzung von Projekten zur digitalen Transformation der Unternehmensgruppe wird auch 2017 im Fokus stehen. Darüber hinaus werden künftig verstärkt Unternehmensakquisitionen verfolgt, sofern sie sowohl unter strategischen als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorteilhaft erscheinen.

Die langfristig ausgerichtete Finanzierungsstruktur, die sehr hohe Eigenkapitalquote von über 50 %, der Bestand an frei verfügbaren liquiden Mitteln in Höhe von rund 180 Mio. EUR und die nettoschuldenfreie Bilanz bilden die solide Grundlage für ein langfristig profitables Wachstum der Wilo Gruppe. Die WILO SE ist im Rahmen ihrer zum 31. Dezember 2016 bestehenden langfristigen Finanzierungsinstrumente dazu verpflichtet, bestimmte marktübliche Finanzkennzahlen, sogenannte Covenants, zu erfüllen. In den Geschäftsjahren 2015 und 2016 ist die WILO SE dieser Verpflichtung vollumfänglich nachgekommen und hat aus heutiger Sicht keine Erkenntnisse darüber, dass sie in Zukunft diese Finanzkennzahlen nicht erfüllen wird.

Insgesamt sind die Risiken und die Auswirkungen möglicher Fehleinschätzungen bezüglich der Entwicklung der Absatz- und Beschaffungsmärkte sowie insbesondere auch der Devisenmärkte im Geschäftsjahr 2017 als besonders hoch einzuschätzen. Entsprechend sind auch die Umsatzund EBIT-Erwartungen der Wilo Gruppe einer höheren Unsicherheit ausgesetzt. Regionale Konjunkturschwankungen können durch die globale Ausrichtung der Wilo Gruppe teilweise ausgeglichen werden. Eine Abkühlung der weltweiten Konjunktur hingegen – ebenso wie massive Veränderungen relevanter Währungskurse, eine Eskalation politischer Krisen oder massive Verschlechterung von internationalen Handelsbeziehungen – können die Wachstums- und Profitabilitätsziele der Wilo Gruppe maßgeblich beeinflussen.

Die Unternehmensziele für 2017 sind eingebettet in die Unternehmensstrategie mit der Ambition 2020+. Sie basieren auf einem professionellen und detaillierten Planungsprozess und berücksichtigen die Informationen und Kenntnisse über interne und externe Faktoren, die bis zur Erstellung dieses Lageberichts verfügbar waren. Künftige, unvorhersehbare Entwicklungen und Ereignisse können jedoch Anpassungen in der Erwartungshaltung nach sich ziehen und zu Abweichungen im Vergleich zu den prognostizierten Werten führen. Alle Einschätzungen gegenüber dem Vorjahr basieren auf der Annahme eines vergleichbaren Konsolidierungskreises sowie vergleichbarer Währungskurse.

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