(3.) Anwendung neuer oder geänderter Standards und Interpretationen

Die nachfolgenden Standards, Interpretationen sowie Änderungen zu bestehenden Standards waren erstmalig im Geschäftsjahr 2016 anzuwenden, hatten jedoch keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der WILO SE:

  • Änderung an IFRS 10 „Konzernabschlüsse“, IFRS 12 „Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen“ und IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen“ – Investmentgesellschaften: Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht
  • IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ – Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit
  • IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ – Anhangangaben
  • IAS 16 „Sachanlagen“ und IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ – Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden
  • Änderung an IAS 16 „Sachanlagen“ und IAS 41 „Landwirtschaft“ – Fruchttragende Pflanzen
  • Änderung an IAS 27 „Einzelabschlüsse“ – Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss
  • Diverse Änderungen im Rahmen der „Improvements to International Financial Reporting Standards 2012–2014“

Das IASB und das IFRS Interpretations Committee haben die nachfolgenden Standards, Interpretationen sowie Änderungen zu bestehenden Standards verabschiedet, deren Anwendung im Geschäftsjahr 2016 noch nicht verpflichtend war bzw. die von der Europäischen Union noch nicht anerkannt wurden. Die WILO SE plant keine vorzeitige Anwendung dieser Standards, Interpretationen sowie Änderungen zu bestehenden Standards und Interpretationen:

  • IFRS 9 „Finanzinstrumente“ – Einstufung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, nachfolgende Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 – Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangangaben bei Übergang sowie Hedge Accounting
  • Änderungen an IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ und IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen“ – Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten in assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen
  • IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen“
  • Änderungen an IAS 7 „Kapitalflussrechnungen“ – Angabeninitiative
  • Änderungen an IAS 12 „Ertragsteuern“ – Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste
  • Änderungen an IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung“
  • Änderungen an IFRS 4 „Versicherungsverträge“
  • Änderungen an IAS 40 „Als Investition gehaltene Immobilien“
  • IFRIC 22 „Fremdwährungstransaktionen“
  • IFRS 16 „Leasing“
  • Diverse Änderungen im Rahmen der „Improvements to International Financial Reporting Standards 2014–2016“

IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 „Umsatzerlöse“, IAS 11 „Fertigungsaufträge“ und IFRIC 13 „Kundenbindungsprogramme“. IFRS 15 ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig, jedoch nicht beabsichtigt. Bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen“ wird keine wesentliche Auswirkung auf die Umsatzerlöse erwartet, da im Konzern zum einen keine wesentlichen „Fertigungsaufträge“ in Sinne des IAS 11 und keine wesentlichen „Kundenbindungsprogramme“ in Sinne der IFRIC 13 vorhanden oder derzeit geplant sind. Zum anderen hat eine Betroffenheitsanalyse gezeigt, dass aus Erlösen aus Verkäufen keine wesentlichen Auswirkungen gegenüber der bisherigen Praxis unter IAS 18 zu erwarten sind.

Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. IFRS 9 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig, jedoch nicht beabsichtigt. Aufgrund des neuen Modells zur Erfassung der Kreditausfälle werden keine wesentlich höheren Wertberichtigungen erwartet.

Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 werden derzeit noch untersucht. IFRS 16 ersetzt die bestehenden Leitlinien zu Leasingverhältnissen, darunter IAS 17 „Leasingverhältnisse“, IFRIC 4 „Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält“, SIC-15 „Operating-Leasingverhältnisse – Anreize“ und SIC-27 „Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen“. Der Standard ist – vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht – erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig für Unternehmen, die IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 oder davor anwenden. Der Konzern hat mit der Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 16 auf seinen Konzernabschluss begonnen. Eine genaue Quantifizierung der Auswirkungen ist derzeit jedoch nicht möglich.

Die erstmalige Anwendung der übrigen aufgeführten Standards, Interpretationen sowie Änderungen zu bestehenden Standards wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der WILO SE haben.

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